Nach einer aktuellen Studie sind bis zu 67% der Messungen fehlerhaft

Bereits seit Jahren ist bekannt, dass es im Bereich der Verkehrsüberwachung ein erhebliches Fehlerpotential gibt. Neuere Studien, welche eine Vielzahl verschiedener Messsysteme über einen Zeitraum von mehreren Jahren ausgewertet haben, gehen davon aus, dass lediglich rund 33 % der Messungen technisch einwandfrei und damit nicht zu beanstanden sind.

Die verbleibenden 67% der Messungen sind technisch fehlerhaft erfolgt oder es wurden Fehler bei der Beweisführung gemacht, so dass gute Verteidigungsmöglichkeiten bestehen. Im Ergebnis sind diese Messungen nicht verwertbar oder es sind Abzüge beim Messergebnis gerechtfertigt.

Die Richtigkeit einer Messung lässt sich nur durch einen auf Verkehrsrecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen. Nur der Rechtsanwalt hat Zugang zu den nötigen Beweismitteln und kann diese einem erfahrenen Sachverständigen zur Überprüfung vorlegen.

Weitere gute Verteidigungsmöglichkeiten bestehen aufgrund der derzeitigen unsicheren Rechtslage zur Zulässigkeit von Verkehrsvideoüberwachungen. Aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts stehen derzeit verschiedene Messverfahren im Zweifel.

Die Kosten einer Verteidigung in Bußgeldsachen werden von den meisten Rechtsschutzversicherungen übernommen. Ebenso tragen die Versicherungen die Kosten für ein notwendiges Sachverständigengutachten.